Der Webmaster der Subkultur

Einführung:

Die meisten Webmaster beginnen einen Text über sich selbst auf ihrer eigenen Website meistens mit Statements darüber, wie langweilig sie selbst doch eigentlich seien. Nun liegt es mir ehrlich gesagt fern, von mir das Gegenteil zu behaupten, aber der werte Leser ruft diese Seite in offensichtlichem Interesse über meine Wenigkeit auf – und sei es auch nur deswegen, um sich weiter über mich aufregen zu können. Man glaube mir: Gerade diese Leute kann ich wunderbar verstehen! ;-)

 

Über das Leben:

Aber zu mir. Ich bin gebürtiger Berliner des Jahrgangs 1985… Ostberliner, um genau zu sein, obwohl ich hoffe, dass meine Generation die letzte sein wird, in der das noch irgendeine Relevanz hat. Den Großteil meiner Schulzeit habe ich in der katholischen Privatschule Salvator in Berlin Reinickendorf verbracht und dort viele gute Freunde gefunden. Zeit meines Daseins in Berlin war ich außerdem Mitglied der katholischen Gemeinde St. Maria-Magdalena (mittlerweile St. Georg) in Niederschönhausen, mein zweiter wichtigster Aufenthaltsort neben Schule und Zuhause, da ich dort an vielen Gruppen teilgenommen habe.
2004 habe ich mein Abitur mit einer guten Note gemacht – die behalte ich aber lieber für mich, mit so was prahle ich halt nicht gerne.
Im gleichen Jahr noch habe ich mich an den Universitäten Köln und Münster für das Studienfach Kommunikations-, bzw. Medienwissenschaften beworben. Da der von mir eigentlich vorgezogene Studienort Köln mich (zunächst) ablehnte, bin ich also am Institut für Kommunikationswissenschaften in Münster gelandet und studiere dort seit dem Wintersemester 2004/05 auf Magisterabschluss und mit den beiden Nebenfächern Anglistik und Psychologie. Bisher machen mir die Fächer Spaß und ich bin von meiner Wahl überzeugt. Außerdem ist Münster eine umwerfend schöne Stadt, die einem Studenten alles bietet, was er braucht. Die Entscheidung, hierher gezogen zu sein, bereue ich kein Bisschen.

 

Über die Hobbys:

Meine liebsten Hobbys sollten durch diese Seite eigentlich offensichtlich geworden sein. Ich gehe unglaublich gerne ins Kino bzw. ich schaue unglaublich gerne Filme. Das Genre ist mir dabei völlig egal, solange mich die Geschichte oder sonstige Fakten rund um den Film interessieren. Äußern tut sich das natürlich in ungefähr 40 – 45 Kinobesuchen pro Jahr, Tendenz steigend.
Ich bekomme halt sehr gerne Geschichten erzählt, deswegen liegt das Hobby Lesen natürlich nicht weit entfernt. Als großen Literaten sehe ich mich allerdings bei weitem nicht. Obwohl ich mich nicht als Literaturbanausen bezeichnen würde, habe ich viele der großen Werke der Weltliteratur noch nie gelesen. Meinen Interessenschwerpunkt habe ich dabei schon immer auf phantastische Werke gelegt, die ich ganz einfach am liebsten lese. Für "normale" Bücher bin ich selbstverständlich auch aufgeschlossen, habe aber seltener Lust dazu.
Mit Filmen und Büchern geht dann auch der manchmal sicherlich penetrante Drang einher, jene mit meiner Meinung in Form einer Rezension öffentlich zu versehen. Diese kurzen Texte zu verfassen macht mir an sich ebenfalls eine Menge Spaß.
Mein drittes großes Hobby wäre dann der PC, an dem ich häufig den Großteil eines Tages verbringe. Das liegt vor allem daran, dass viele meiner freundschaftlichen Kontakte so weit entfernt liegen, dass lediglich eine Kommunikation über das Internet zustande kommen kann. Aber auch so grase ich mehrmals täglich eine bestimmte Liste beliebter Seiten im Netz nach neuen Informationen, Bildern, Videos, Diskussionen usw. ab.
Letztendlich spiele ich äußerst gerne – sowohl Gesellschafts- als auch PC-Spiele. Bei den Gesellschaftsspielen mache ich alles Mögliche mit, bei den PC-Spielen sind meine Favoriten "Baldur’s Gate II", "TrackMania Sunrise", "No One Lives Forever" oder "Diablo II" – ein relativ breites Spektrum also.
Ich tue es gerne, aber trotzdem nur selten: Geschichten schreiben. Das Ausdenken von Fantasygeschichten macht mir immer wieder großen Spaß – das Aufschreiben dagegen weniger. Zu viel Zeit benötigt dieser Prozess, zu wenig Motivation habe ich zum Schreiben, zu unzufrieden bin ich mit den Ergebnissen. Aber trotzdem stehe ich zu den wenigen Resultaten, die ich bisher abgeliefert habe, obwohl ich über ihre Schwächen gut Bescheid weiß.
Die Gegenseite von all dem ist, dass ich ein ziemlicher Stubenhocker bin, Sportarten betreibe ich nämlich keine. Probleme mit langen Spaziergängen oder Wanderungen habe ich allerdings auch nicht.

 

Über Fantasy:

Warum genau eigentlich Fantasy?
Schon seit meiner Kindheit hatte ich, wie sicherlich viele andere Kinder auch, ein großes Faible für Dinosaurier. Mit der Zeit schlug dies in eine starke Faszination zu Drachen über, über die sich selbstverständlich auch eine Affinität zur Fantasy ergab. Ein wirklicher Drachenfan bin ich mittlerweile nicht mehr. Obwohl ich viele meiner besten Freunde im Internet über diesen kleinen Spleen kennen gelernt habe und ich jene Kreaturen immer noch faszinierend finde, habe ich auch bereits genügend Leute getroffen, bei denen diese Liebe zu Drachen entschieden zu weit geht, ob sich das nun in einer Verniedlichung und Verharmlosung äußert oder in der festen Überzeugung, diese Kreaturen seien real und existent. Meine Faszination für Drachen bleibt nichtsdestotrotz bestehen, und ich werde immer gerne Bücher lesen und Filme sehen, in denen sie eine ernst zu nehmende Rolle spielen. Oder entsprechende Geschichten schreiben… daher sind diese mit ihren brutalen, unbarmherzigen Drachen durchaus als Gegenpol zu den freundlich-langweiligen Exemplaren aus dem Großteil aktueller Fantasykurzgeschichten im Internet zu verstehen.
Übrigens liegt es nicht nur an Drachen, auch ein gewisser Roman namens "Der Herr der Ringe" hat für meine überwiegende Zuwendung zur Fantasyliteratur einen nicht ganz unbeträchtlichen Einfluss. Diesen Roman werde ich wegen seiner Urknallfunktion für das moderne Genre übrigens nicht auf dieser Seite rezensieren – zuviel wurde außerdem schon über dieses Werk gesagt, als dass ich da noch etwas hinzufügen könnte.

 

Über die "Subkultur":

Fast jedermann hat heutzutage eine eigene Homepage. Als dies bei mir noch nicht der Fall war, überlegte ich, womit ich denn eine eigene Seite füllen könnte, die auch Fortbestand hätte und nicht irgendwann ohne die Möglichkeit auf neue Inhalte vollkommen verlassen wäre. Dank meiner Affinität zu Büchern und Filmen sowie meines Hobbys, Rezensionen zu schreiben (welches ich schließlich schon seit der siebten Klasse betrieb), lag es auf der Hand, eine Seite entsprechenden Inhalts zu programmieren. Mehr um die Inhalte einzuschränken, aber natürlich auch, weil ich das Genre am liebsten hatte, wollte ich mich auf meiner Seite auf Fantasy beschränken. Ein paar Kenntnisse in HTML hatte ich bereits, und mit Hilfe eines entsprechenden Editors konnte ich ein simples und entsprechend hässliches Layout hinzaubern. Damals habe ich noch alles von Hand gemacht und eingefügt, was natürlich, auch dank der wenigen Rezensionen von anderen Leuten, zu schaffen war. Mein Hauptproblem war, dass man ab einer bestimmten Zahl von Dateien auf dem damaligen Freenet-Server nicht mehr den FTP-Upload verwenden und nur noch einzelne Files hochladen konnte. Das wurde bei der exorbitant hohen Zahl an Seiten und Bildern irgendwann so nervig, dass ich beschloss, den Anbieter zu wechseln. Da mein Stammforum mittlerweile in die große Community von Travar eingebettet war, konnte ich dort ein Webspaceangebot mit eigener Domain nutzen.
Die aktuelle Form der "Subkultur" kam dadurch zustande, dass mein guter Freund Kolja, online unter dem Pseudonym "Dragonslayer" bekannt, sich einen eigenen Server anschaffte. Dort hatte ich dann sogar die Möglichkeit, meine neu gewonnenen PHP- und MySQL-Kenntnisse für meine Seite umzusetzen, was nach langer Arbeit zu dem geführt hat, was man jetzt vor sich sehen kann. Die Skripte sind alles andere als professionell, aber sie erfüllen ihren Zweck, und ich bin ehrlich gesagt stolz darauf, das geschafft zu haben. Das einzige Problem, was schon seit über einem Jahr existiert, ist, dass Kolja und ich es partout nicht hinbekommen, die Domain www.die-subkultur.de auf seinen Server umziehen zu lassen, weil irgendwo auf dem alten Travar-Server ganz gewaltig gepennt wird. Daher bekommt man beim Aufruf der Seite seit fast einem Jahr die Umleitung auf diesen Server anstatt sofort die Hauptseite...
Nun, die "Subkultur" mag über vier Jahre alt sein, hat aber noch nicht mal mehr die Marke von 5000 Besuchern geknackt, von daher dürfte das auch einigermaßen egal sein. :-)
Auf Webringe habe ich jedenfalls nur wenig Lust, auf Werbung für mein kleines Projekt ehrlich gesagt auch nicht unbedingt. Mich freut es aber trotzdem für jeden, der hierher findet, und es freut mich sogar noch mehr, wenn jemand sich hier irgendwie verewigt, ob im Gästebuch oder in Form eines eigenen Beitrags. Ansonsten gilt für mich in dieser Hinsicht nicht Quantität = Qualität.

 

Über Musik:

Fast jeder Mensch hört gerne Musik, auch ich bilde da keine Ausnahme.
Nach langer Unentschlossenheit habe ich irgendwann das Genre "Metal" für mich entdeckt. Das fing noch mit so Ausrutschern wie "Limp Bizkit" an, führte mich aber schnell zu "Blind Guardian", die ich dank ihrer schönen Songs und ihrem hochsympathischem Image immer noch als eine meiner Lieblingsgruppen bezeichnen möchte.
Getoppt wird das bei mir persönlich nur noch von der amerikanischen Band "Dream Theater", die sich dank ihrer hochkomplexen, langen (tlw. über 20 Minuten!), intelligenten und dennoch eingängigen Songs sowie den phänomenalen Fähigkeiten der einzelnen Künstler an ihren jeweiligen Instrumenten momentan ungeschlagen den ersten Platz meiner ewigen Bestenliste sichern.
Ein dritter Favorit im Bunde ist die Berliner Band "Knorkator", "Deutschlands meiste Band der Welt", wie sie sich bezeichnen. Songtitel wie "Der Werwurm" oder "Mich verfolgt meine eigene Scheiße" sprechen für sich, ebenso Verse wie "Ich bin ein ganz besond’rer Mann, der mit dem Arschloch essen kann". Niemand ist gleichzeitig so lustig, so vulgär und musikalisch so hintergründig wie diese drei wahnsinnigen Mitberliner.
Für das gesamte restliche Genre bin ich allerdings ebenfalls aufgeschlossen. Von "Apocalyptica" über "Nightwish", "Slayer", "Finntroll", "SlipKnot", "System of a Down" und "Subway to Sally" bis hin zu ultrabösen Sachen der Marke "Nile" oder "Napalm Death" bin ich jeder Spielart des harten Genres zugänglich, solange es irgendeinen Wiedererkennungswert hat.
Meine Lieblingssongs sind "And then there was Silence" von Blind Guardian, "Postmortem/Raining Blood" von Slayer, "Böse" und "Der Ultimative Mann" von Knorkator sowie "The Glass Prison" von Dream Theater.
Meine Lieblingsalben sind "Metropolis, Pt. 2: Scenes From A Memory" und "Six Degrees of Inner Turbulence" von Dream Theater sowie "Nightfall in Middle-Earth" von Blind Guardian.
Allerdings höre ich auch sehr gerne klassische Musik von Beethoven oder Filmmusik von allen möglichen Komponisten, von Williams bis Ligeti.
Nicht ausstehen kann ich dagegen nur wenig, hören kann ich theoretisch alles, ohne wahnsinnig zu werden.

 

Über eigene Eigenschaften:

Wer online von mir Rezensionen, Beiträge in Foren oder sonstige Texte liest, bei dem entsteht sicherlich schnell das Bild eines arroganten Möchtegernbesserwissers. Ich bin mir dessen bewusst – und kann doch nicht anders. Das ist nun mal die Art und Weise, wie ich Texte schreibe, obwohl es nie meine Absicht ist, arrogant zu wirken – aber das geht aus den komplizierten Formulierungen, die ich nun mal so gerne verwende, anscheinend automatisch hervor. Nichtsdestotrotz gebe ich mir immer Mühe, mit einem kleinen Augenzwinkern zu schreiben, um diesen Eindruck, zugegeben, zu übertünchen – wie man mich jetzt einschätzt, bleibt letztendlich jedem selbst überlassen.
Ich persönlich beurteile Menschen nicht nach ihrer Intelligenz, ihrer Religion, ihren Dogmen oder sonstigen Einstellungen. Alleine das Auftreten und das Handeln zählen. Wer dabei allerdings unüberlegt, übermäßig aggressiv, unfundiert und unhöflich handelt, sammelt bei mir auch keine Punkte… wobei ein guter Humor allerdings eine Menge wettmachen kann. ;-)
Obwohl ich ein kleines Faible für Splatterfilme und –spiele habe, lehne ich Gewalt in der Realität kategorisch ab. Man wird auch nie erleben, dass ich physisch irgendwie Gewalt anwende – verbal geschehen mir allerdings häufiger mal Ausrutscher, für die ich aber immer schnell bereit bin, mich zu entschuldigen. Denn Ehrlichkeit ist eine weitere meiner Maximen, wenn nicht sogar meine wichtigste. Auch sonst richte ich mich nach bestimmten Vorsätzen und Grundregeln, weswegen ich zu meinen positiven Eigenschaften Hilfsbereitschaft, Treue, Vertrauen, Nachsicht oder auch so schlichte Dinge wie Pünktlichkeit zähle.
Eins meiner Probleme dagegen ist: ich bin stinkend faul. Wenn ich eigentlich an einer Geschichte weiter schreiben oder lernen oder sonst eine Arbeit ausführen soll, zu der ich gerade keine Lust habe, brauche ich immer riesig viel Überwindung, um mich dazu zu zwingen. Dann arbeite ich allerdings immer ganz gut, vor allem mit ein bisschen Zeitdruck oder bestimmten Terminen am Horizont bin ich imstande, so einiges auf die Beine zu stellen.
Außerdem gebe ich mich manchmal ein bisschen schusselig. Wenn es also nicht in meine Spezialgebiete fällt, bin ich schon mal geneigt, das eine oder andere zu vergessen, wobei mir wirklich wichtige Dinge meistens präsent sind.
Ich selbst würde es vielleicht nur bedingt zu meinen negativen Eigenschaften zählen, aber ich habe eine sehr zynische Lebenseinstellung. Nicht lebensverachtend, aber Dingen gegenüber, die zu weit entfernt sind, um mich zu betreffen, meistens gleichgültig. Das äußert sich bei mir schon mal in dem einen oder anderen bösartigen Kommentar. Ernst zu nehmen sind diese aber nur bedingt.
Letztendlich schwanke ich in meinem Alltag in der Stimmung zwischen sehr schwermütig-zynisch und komisch-wahnsinnig. Leute, die mich getroffen haben, werden bestätigen können, dass ich manchmal gar nichts sage und mich dann wieder so beabsichtigt doof benehmen kann, dass es anstaltsreif erscheint.
Wahrscheinlich finde ich nur diesen extremen Gegensatz interessant. ;-)

 

Über den Namen:

Wer der Meinung ist, dass "Der Doktor" ein total dämlicher Nickname ist – der hat vollkommen Recht. Aber hier spielt vor allem ein gewisses Traditionsbewusstsein meinerseits mit rein, nenne ich mich doch von Anbeginn meines Internetdaseins so. Der Name rührt übrigens von der ersten gemeinsamen E-Mail-Adresse unseres damaligen Familienhaushalts her, die nach dem Berufsstand meines Vaters (ein echter Doktor) gewählt wurde.
Meine Güte – ich war jung und brauchte den Nickname!

 

Über den Schluss:

Das waren jetzt eine Menge teilweise sehr persönliche Informationen über meine Wenigkeit. Vielleicht haben sie ja dabei geholfen, diese etwas seltsame Persönlichkeit hinter all den Rezensionen und Geschichten zu verstehen, vielleicht haben sie auch gar nichts gebracht, keine Ahnung. Wer allerdings so weit gelesen hat, war offensichtlich irgendwie interessiert an mir. Darum hoffe ich schon, dass dieser Text dem werten Leser irgendwas gebracht hat... hoffentlich nicht die Krätze. ;-)
Viel Spaß also weiterhin auf meiner kleinen Website - und Prost!