Story:
Es ist das erste Schuljahr für Harry Potter, seitdem der dunkle Lord Voldemort
wieder an die Macht gekommen ist - und düstere Zeiten brechen für die
Welt der Hexen und Zauberer an. Noch vor Beginn des Schuljahres wird Harry gar
von zwei Dementoren angegriffen, vor denen er sich nur dank seines Patronus-Zaubers
retten kann. Jedoch ist es ihm immer noch verboten, Magie außerhalb von
Hogwarts einzusetzen, weswegen er vor das Ministerium für Magie geladen wird.
Dort glaubt ihm niemand seine Geschichte über die Rückkehr Voldemorts.
Mehr noch, das Ministerium und die Presse starten sogar eine Schmierenkampagne
gegen den jungen Zauberer. Zu allem Überfluss hält sich Dumbledore selbst
von Harry fern. |
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Infos:
Originaltitel: Harry Potter and the Order of the Phoenix; USA 2007
Filmlänge: 138 Minuten
Regisseur: Yates, David
Darsteller: Daniel Radcliffe, Emma Watson, Rupert Grind
FSK: ab 12
Gesamtwertung des Films: 6/10

Rezensionen zum Film "Harry Potter und der Orden des Phönix"
Docs Rezension
Bisher waren die Verfilmungen von Joanne K. Rowlings "Harry Potter"-Buchserie
in ihrer Qualität immer halbwegs proportional zu der der Bücher, die
nach "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" immer besser wurden.
Nach den ersten beiden
Streifen, die nervige Kinderfilme und phantasielose Buchumsetzungen waren, steigerte
sich die Filmreihe mit dem vierten Teil, "Harry
Potter und der Feuerkelch", auf das Niveau eines durchaus unterhaltsamen
Fantasyfilms, der die Geschichte des Romans auf das Spannendste verkürzen
konnte. Harry Potter und der Orden
des Phönix war bis dato das beste Buch der Serie, der Film stellt
jedoch wieder einen kleinen Rückschritt dar. Das, was die ersten beiden Filme so unerträglich machte, ist nun fort.
Ab jetzt werden keine Geschichten über Kinder mehr erzählt, sondern
welche über Jugendliche, die bereits den Tod gesehen haben. Der Ton ist
erwachsener und die Geschichte komprimierter, denn Romane von dieser Länge
- und der fünfte ist der längste - kann man jetzt halt nicht mehr
in ihrer Gesamtheit darstellen. Mit 138 Minuten ist dies auch knapp der kürzeste
aller Potter-Filme, dem Exzess hat man mittlerweile also anscheinend abgeschworen.
Problematisch dabei ist jedoch, dass "Harry Potter und der Orden des Phönix"
ganz und gar nicht die beste Geschichte der verschiedenen Teile hat. Was den
Roman so gut machte, war Rowlings mutige Entscheidung, ihre Hauptfigur als einen
pubertierenden, aggressiven Jugendlichen darzustellen, der sich die Sympathien
des Lesers diesmal ganz und gar nicht sichert, sondern ihn und die eigenen Freunde
verschreckt. Dafür kann eine Verfilmung vielleicht auch gar keine Zeit
haben, aber genau das stellt dann einmal mehr die Frage: Warum diese Filme gucken,
wenn es jene exzellenten Bücher gibt? Der Film "Harry Potter und der Orden des Phönix" ist keineswegs
langweilig - die Geschichte schreitet immer voran, bleibt selten länger
als nötig auf einer Stelle stehen. Harry Potter nimmt zwar diesmal allen
Raum ein, vor dem seine Freunde, Hogwarts, die Lehrer und Dumbledore alle unfokussiert
wirken, aber Daniel Radcliffe spielt seine Rolle mit großer Überzeugung,
sprich: überzeugend und damit gut. Die Tricks und Kulissen sind wie immer
hervorragend und irgendwie ist es schon spannend zu sehen, wie sich all die
neuen Elemente des Romans auf Zelluloid verdingen. Und doch starrt man als Leser
der Bücher aus besagtem Grund mit einem nicht geringen Maß an Indifferenz
auf die Leinwand, denn eigentlich braucht es diese Light-Version der Geschichte
doch nicht, besinnt man sich stets darauf, wie toll man diese und jene Szene
doch seinerzeit im Buch fand. Wo der Film die Nase vorne hat, ist natürlich
beim Finale, vor allem im Showdown zwischen Dumbledore und Voldemort, der die
Trumpfkarte des Kinos spielt und sämtliche Sinne beeindrucken kann. Aber
irgendwie, irgendwo passt es halt immer noch nicht, hat es irgendwie nie gepasst.
Vielleicht hätte es mit den Verfilmungen ein oder zwei Jahrzehnte Abstand
zur Buchreihe geben sollen, denn solange diese aktuell ist, haben die Filme
nicht den Hauch einer Chance.
Fazit:
Die unterhaltsame, aber nur wenig befriedigende Verfilmung eines großartigen Buchs.
Wertung: 6 /10
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